Sport(stätten)infrastruktur trägt nicht nur zur Attraktivierung des Sports bei, vielmehr ist sie in vielen Fällen sogar eine unabdingbare Voraussetzung für dessen Ausübung. Sie tritt in vielerlei Gestalt auf – nicht nur als klassischer Turnsaal oder als Wettkampfarena, sondern beispielsweise auch als Skilift, Golfplatz oder Wanderweg. Die Wirkung von Sportinfrastruktur besteht vor allem in der Verbreitung und Vertiefung der Sportpartizipation der Bevölkerung. Dadurch nimmt einerseits die Zahl der sportlich aktiven Personen zu, andererseits widmen bereits aktive Personen dem Sport mehr Zeit. Die Sportausübung zeitigt sowohl individuell als auch gesamtgesellschaftlich positive Effekte. Zu diesen zählen unter anderem verringerte Gesundheitskosten (selbst in einer durchschnittlichen Netto-Betrachtung unter Gegenrechnung von Sportunfällen), eine erhöhte (Arbeits-)Produktivität und verbesserte soziale Inklusion.

Die Errichtung und der Betrieb von Sportinfrastruktur erfährt vor allem bei spektakulären Projekten eine hohe mediale Aufmerksamkeit. Ein Großteil der Projekte entfällt jedoch auf kleinere Bauinvestitionen, beispielsweise in Form öffentlicher Bäder im kommunalen Bereich. Mit Fitnesscentern, Tanzschulen, Skiliften und ähnlichen Einrichtungen lässt sich Sportinfrastruktur mitunter zwar wirtschaftlich betreiben, in anderen Bereichen ist dies jedoch nicht möglich, wenngleich aufgrund der positiven gesellschaftlichen Wirkungen jedoch wünschenswert. Daher kommen Investitionen der öffentlichen Hand bei dem Aufbau und dem Erhalt von Sportinfrastruktur ein hoher Stellenwert zu.

Die öffentlichen Investitionen sind zum Zweck einer hohen Transparenz bei der Verwendung der dafür erforderlichen Steuermittel mit einer Wirkungsanalyse zu versehen. Im Vordergrund stehen hierbei die Liefer- und Leistungsverflechtungen im Vorleistungsnetzwerk der ausführenden Unternehmen. Die Produktionswerte selbst, die generierte Wertschöpfung, die gesicherte und geschaffene Beschäftigung sowie die damit einhergehende Kaufkraft sind zu analysieren und können national und international verglichen werden. Ein Ausweis der weiteren, vor allem auch der immateriellen Effekte auf die Gesellschaft ist nach einigen Jahren des Betriebes ebenso anzustreben.

Unser Methodenportfolio

– Kostenfunktionsmodel / produktionstheoretisches Dual-Modell
– Multiregionales Input-/Output-Modell
– Nutzenfunktionsbasierte Zeitopportunitätskostenmodelle
– Panelökonometrische Modelle
– Dynamic Stochastic General Equilibrium Model